Artikel
2 Kommentare

Wieviele Mahlzeiten pro Tag?

Wieviele Mahlzeiten pro Tag soll ich essen um Abzunehmen?

Wenn ihr diese Frage in eurem Freundeskreis stellt, bekommt ihr die unterschiedlichsten Antworten. Manche schwören auf die klassischen 3 Mahlzeiten pro Tag – Frühstück, Mittag- und Abendessen. Andere essen 5 mal am Tag kleinere Portionen um dem Heißhunger zu entgehen. Wieder andere fasten einmal am Tag und lassen das Frühstück oder Abendessen ausfallen. Aber was davon ist denn nun richtig?

Darauf kann ich euch leider auch keine pauschale Antwort geben. Alle diese Möglichkeiten haben gute Gründe die dafür sprechen.

„5 Mahlzeiten am Tag verringern das Risiko für Heißhungerattacken“

Beim momentan total angesagten „Clean Eating“ isst man 5 – 6 mal pro Tag. Die klassischen Mahlzeiten Frühstück, Mittag- und Abendessen werden mit einem Vormittags- und Nachmittagssnack ergänzt. So soll Heißhungerattacken vorgebeugt werden und der Körper wird regelmäßig mit Energie versorgt. Das hört sich auch für mich ganz logisch an. Denn wenn ich etwas nicht möchte, sind es Heißhungerattacken bei denen man unverhältnismäßig viel in sich hinein schaufelt.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch die Meinung, dass zu kurze Pausen zwischen den Mahlzeiten nicht gut für unsere Fettverbrennung sind. Wenn der Körper immer wieder Energie von außen zugeführt bekommt, ist er die ganze Zeit mit der Verbrennung dieser Energie beschäftigt. Erst wenn die kürzlich zugeführte Energie verbrannt ist, startet der Körper mit unseren Fettreserven.

„3 Mahlzeiten am Tag – Morgens wie ein Kaiser, Mittags wie ein König und Abends wie ein Bettler“

Wer kennt diese Empfehlung nicht? Mir wurde sie schon von meiner Oma erzählt und ich denke auch in vielen anderen Köpfen ist sie als „richtig“ verankert. Aber was ist dran am Klassiker?

3 Mahlzeiten am Tag haben den oben erwähnten Vorteil, nämlich dass wir unserem Körper längere Pausen zwischen den Mahlzeiten gönnen. In diesen 4 – 5 Stunden kann sich unser Körper um die Verbrennung unserer Fettreserven und die Reparatur von Zellen kümmern. 

Menschen die ein größeres Hungergefühl haben, können bei dieser Methode aber Schwierigkeiten damit haben, nicht zu große Portionen zu sich zu nehmen. Bei Pausen von 4 – 5 Stunden kann es nämlich schon zum Hungergefühl kommen. Dann ist es wichtig, langsam zu essen und auf sein Sättigungsgefühl zu hören.

„Indem ich nur 2 Mahlzeiten am Tag esse, spare ich Kalorien ein“

Auch an dieser Methode ist etwas dran. Wenn ich eine der 3 klassischen Mahlzeiten weglasse, kann ich natürlich Kalorien einsparen. Manche Menschen lassen das Frühstück weg, ohne in ein vormittägliches Leistungstief zu fallen. Wieder andere sparen sich das Abendessen und gehen mit einem leeren Bauch zu Bett. Diese Methode nennt man auch intermittierendes Fasten. Entweder wird ein Fastentag pro Woche eingelegt oder man fastet täglich ein paar Stunden. Verschiedene Studien kommen zu dem Schluss, dass das Fasten nachhaltig unsere Gesundheit verbessert.

Bei dieser Methode ist die Gefahr aber noch größer, dass bei den anderen 2 Mahlzeiten zu viel gegessen wird. Man bekommt ja nur zweimal am Tag, da muss man dann ordentlich reinhauen.

Wie ihr seht, haben alle diese Methoden gute Gründe die dafür, aber auch dagegen sprechen.

Ich persönlich finde es logisch, dass mein Körper Essenspausen braucht um meine Fettreserven zu verbrennen. Aus diesem Grund achte ich darauf, nicht ständig etwas zu essen und ihm diese Fettverbrennung auch zu ermöglichen.

Manchmal habe ich aber auch Tage, an denen ich ständig Hunger oder Lust auf etwas zu essen habe. An diesen Tagen quäle ich mich dann nicht und versorge meinen Körper zwischendurch mit gesunden Snacks. Ich esse zum Beispiel einen Apfel oder eine Orange zwischendurch.

Am Wichtigsten ist für mich aber nach wie vor meine tägliche Kalorienbilanz. Wenn ich zum Beispiel weiß, dass ich Abends eher etwas mehr essen werde, versuche ich tagsüber schon Kalorien dafür zu sparen. Heute Abend zum Beispiel gehe ich essen, deshalb habe ich das Frühstück ausfallen lassen und zum Mittagessen nur Obst gegessen. So kann ich heute Abend ohne schlechtes Gewissen diese Kalorien auch noch essen. Oder wenn ich mir an einem freien Tag einmal ein ausgedehntes Frühstück gönne, esse ich nichts zu Mittag. Dann gibt es erst Abends wieder etwas. Das ist aber auch ok so, denn meistens habe ich dann Mittags nicht schon wieder Hunger.

Welcher Weg für euch richtig ist, hängt von eurer persönlichen Situation ab. Wenn ihr lieber 5 Mahlzeiten am Tag zu euch nehmt, achtet darauf, dass sie nicht zu groß sind. Zwingt euch nicht zum Frühstück, weil eure Oma schon gesagt hat, dass dies die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Lasst das Abendessen weg, wenn ihr keinen Hunger mehr habt.

Ob ihr eure Kalorien in 2, 3 oder 5 Mahlzeiten zu euch nehmt, es gibt kein richtig oder falsch. Probiert aus, was für euch passt und findet euren persönlichen Weg!

 

 

 

2 Kommentare

    • Hallo Tanja
      Ich nutze die App YAZIO. Sie ist kostenlos und hat meiner Meinung nach alles was es braucht um seine Kalorienbilanz im Griff zu haben.
      Liebe Grüße
      Katrin

      Antworten

Schreibe einen Kommentar