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Mehr Bewegung im täglichen Leben

5 Tipps für mehr Bewegung im Alltag

Ich bin kein Fan von langen Fitnessstudiobesuchen oder anderen regelmäßigen sportlichen Verabredungen. Und trotzdem weiß ich, dass Bewegung sehr wichtig ist. Sie hält nicht nur unseren Körper fit, sondern sie hilft auch beim Abnehmen. Wenn es dir genauso geht, ist das der richtige Beitrag für dich. Ich habe hier 5 Tipps für dich, wie du mehr Bewegung in deinen Alltag bringst.

Alles rund ums Auto

Klar, das Auto gehört bei den meisten von uns zum Alltag dazu, sei es zum Großeinkauf im Supermarkt oder für den Weg zur Arbeit. Auch ich brauche mein Auto, weil mein Wohnort nicht so einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Auch wenn du auf ein Auto angewiesen bist, gibt es trotzdem hilfreiche Tipps für dich, wie du die Autonutzung im Alltag verringern kannst.

  • Nicht jeder Einkauf den wir machen, ist gleich ein Großeinkauf. Oft fehlen nur ein paar Kleinigkeiten, die wir mal schnell im Supermarkt einkaufen möchten. Versuche bei diesen kleinen Einkäufen das Auto stehen zu lassen. Nimm stattdessen dein Fahrrad oder geh einfach zu Fuß. Ich habe mein Fahrrad mit zwei Körben (vorne und hinten) ausgestattet und nutze für diese kleinen Einkaufstouren gerne mein Fahrrad. Du kannst natürlich auch zu Fuß gehen, dann empfehle ich dir aber einen Rucksack. So bringst du deine Einkäufe bequem nach Hause und hast keine roten Striemen an den Händen vom Tüten tragen.
  • Falls du mit dem Auto fahren musst, kannst du dir den am weitesten entfernten Parkplatz aussuchen. Diese sind meistens sowieso nicht sehr beliebt und deshalb oft noch frei. So hast du eine längere Strecke zum Zug oder zum Büro und gleich noch ein paar Schritte mehr gemacht. Am Anfang ist es ziemlich ungewohnt so weit weg zu parken, ich habe mich aber schnell daran gewöhnt und finde so immer stressfrei einen freien Parkplatz.
  • Wenn du mit dem Zug, Bus oder der Straßenbahn zur Arbeit kannst, hast du generell schon mal ein bisschen mehr Bewegung im Alltag. Aber auch diese Bewegung kannst du noch steigern in dem du zum Beispiel am Morgen erst eine Station später einsteigst. Wenn es dir wie mir geht und du morgens nicht so gut im Zeitmanagement bist, kannst du diesen Teil der Bewegungssteigerung auch auf den Feierabend verlegen. Laufe ein oder zwei Stationen weiter und steige erst dann in die Bahn ein. Ich kann so gut abschalten, bekomme meinen Kopf frei und komme entspannt Zuhause an.

Treppe statt Aufzug

Ich weiß, von diesem Tipp liest und hört man immer wieder. Das hat aber auch seinen guten Grund. Wer regelmäßig die Treppe statt den Aufzug nimmt, tut nicht nur was für seine Kondition, sondern auch für seine Muskeln. Überlege dir mal, wie viele Muskeln du beim Aufzug fahren nutzt und wie viele beim Treppen laufen? Ich finde alleine diese Überlegung sagt schon alles und lässt auch dich in Zukunft zum Aufzug-Verweigerer werden. Für mich spricht auch noch dafür, dass ich nicht auf den Aufzug warten muss, um mich dann mit vielen Menschen in einen kleinen Raum zu drängen und zu warten, bis der Aufzug nach endlosem stoppen endlich mein Stockwerk erreicht. Du kannst am Anfang ja auch klein anfangen und erst mal nur eine Etage zu Fuß gehen und dann in den Aufzug steigen. Woche für Woche kannst du dich so steigern und am Ende läufst du sogar bis in die fünfte Etage ohne Probleme.

Das gleiche gilt auch für die Rolltreppe. Egal ob an Flughäfen, in Shoppingmalls oder an Bahnhöfen – überall warten die verlockenden Rolltreppen auf uns. Klar, es handelt sich auch um eine Treppe, aber eine mit Bewegung. Und zwar keiner Bewegung die von dir aus kommt. Grad zur Rush Hour an großen Bahnhöfen mache ich immer wieder die Erfahrung, dass ich schneller bin, wenn ich die normale Treppe hoch gehe. Oft drängen sich die Menschen vor der Rolltreppe und können sich dann nicht entscheiden, ob sie rechts stehen oder links gehen wollen. Wenn ich dann die Rolltreppe meide und die Treppe nutze, bin ich nicht nur schneller oben, sondern habe auch noch meine Nerven geschont.

Mehr Bewegung im Büro

  • Falls du in einer Firma mit mehreren Etagen oder Bürozimmern arbeitest, nutze das für dich. Statt Emails an die Kollegin einen Raum weiter zu schreiben, stehe auf, gehe in das Büro nebenan und bespreche die Dinge mit ihr persönlich. Auch Anrufe ins Büro ein Stockwerk drüber kannst du einfach mit einem persönlichen Besuch ersetzen. So hast du nicht nur mehr Bewegung im Büro, sondern auch mehr persönliche Kontakte und kommst eher mit den Kollegen ins Gespräch.
  • Bei meiner Arbeit habe ich das große Glück, dass wir im Hintergrund höhenverstellbare Pults haben. So kann ich im Handumdrehen aus einem normalen Schreibtisch ein Stehpult machen. Auch am Schalter haben wir einen Arbeitsplatz mit einem Stehpult. Leider beobachte ich häufig, dass meine Kollegen diese Möglichkeit nicht oft nutzen. Entweder bleibt das Pult unten oder sie benutzen am Schalter den Hochstuhl dazu und machen so wieder einen normalen Schreibtisch daraus. Ich habe mir angewöhnt, wenigstens die Hälfte meiner Tätigkeiten im Hintergrund am Stehpult zu erledigen und auch vorne am Schalter immer wieder ein paar Stunden zu stehen. Am Anfang fand ich es ziemlich anstrengend, mittlerweile hab ich mich aber dran gewöhnt. Es ist wichtig grad zu Beginn nicht zu übertreiben, nicht die ganzen acht Stunden müssen im Stehen absolviert werden. Fang doch mit einer Stunde pro Tag an und steigere dich dann in den nächsten Wochen Stunde um Stunde.
  • Oft bin ich nach meiner Mittagspause nicht so erholt wie ich es eigentlich gerne wäre. Meist hat das damit zu tun, dass ich die Zeit nutze um meine Emails zu checken, Instagram zu nutzen oder Gespräche mit Kollegen zu führen. So können weder meine Augen, noch meine Ohren entspannen. Deshalb habe ich angefangen je nach Länge meiner Mittgaspause einen kleinen Spaziergang zu machen. Als mein Hund Tom noch mit ins Büro kam, habe ich das in jeder Mittagspause gemacht. Seitdem er nicht mehr mit zur Arbeit kommt, mache ich es ab und zu. Entweder nehme ich meine Kopfhörer mit und höre Musik beim spazieren, das entspannt mich ganz ungemein und ich kann wirklich abschalten. Oder vor allem im Sommer nehme ich auch mal mein Mittagessen mit nach draußen und laufe zum Rhein runter. Da kann ich nicht nur ganz in Ruhe essen, sondern hab mich auch noch bewegt. Such dir doch eine kleine Runde, die du ohne große Anstrengung in der Mittagspause gehen kannst. Probiere aus was dich mehr entspannt: ein Spaziergang durch die Stadt, ein kurzer Gang durch den Park oder sogar eine kleine Joggingrunde.

Mehr Bewegung mit Freunden

Wie oft verabreden wir uns mit Freunden um etwas essen zu gehen oder Abends Party zu machen? Verabrede dich zur Abwechslung mal mit Freunden auf einen gemeinsamen Spaziergang, macht zusammen eine Fahrrad- oder Inlinertour oder geht gemeinsam wandern. So verbringt ihr mehr Zeit an der frischen Luft und empfindet die Bewegung im besten Fall gar nicht als Sport sondern als Spaß. Ihr könnt nach dem Spaziergang oder der Fahrradtour immer noch zusammen essen gehen. Nur mit dem Unterschied, dass ihr ein paar zusätzliche Kalorien verbrannt habt und das Essen so noch mehr genießen könnt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Bewegung zusammen mit Freunden mehr Spaß macht als alleine. Vor allem beim Wandern bin ich gerne mit anderen unterwegs und kann das Erlebte so viel mehr genießen. Schau doch gleich mal in deine Agenda und schlag bei der nächsten Verabredung ein bisschen Bewegung vor. Ich bin gespannt, wie deine Freunde darauf reagieren.

Zuhause mehr bewegen

Auch Zuhause gibt es viele Möglichkeiten, wie du zu einer Extraportion Bewegung kommst.

  • Wenn du genauso wie ich kein Fan von großen Fitnessstudios bist, kannst du dir auch ein Homeprogramm überlegen. Mittlerweile gibt es viele Onlineanbieter mit Fitnessprogrammen für Zuhause, egal ob Yoga, Body Pump oder Zumba. Für jeden ist da das richtige dabei und du wirst beim Suchen sicher schnell fündig.
  • Aber auch die Zeit vor dem Fernseher kann mit mehr Bewegung bereichert werden. Im besten Fall hast du einen Hometrainer Zuhause und kannst während deiner Lieblingsserie Kilometer um Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen. Oder du nutzt die Zeit um Übungen zu machen wie zum Beispiel Liegestütze, Kniebeugen oder Hantelübungen. Ich habe angefangen mich beim Fernsehschauen zu dehnen um meine Beweglichkeit zu verbessern. Aber auch hier bist du völlig flexibel. Such dir das aus was Spaß macht und integriere es mindestens einmal pro Woche in deine Fernsehroutine.

Such dir doch einen oder zwei Tipps von mir aus und setzte sie in deinem Alltag um. Ich bin sicher, so kannst auch du ohne großen Aufwand mehr Bewegung in dein Leben integrieren. Und wer weiß, vielleicht kommt damit ja auch die Lust auf mehr Bewegung und du wandelst dich vom Sportmuffel zum Sportfan. Falls du noch mehr zum Thema Sport und Abnehmen lesen willst, hab ich hier den richtigen Beitrag für dich.

 

2 Kommentare

  1. Also da kann ich nur 100% zustimmen, leider sehe ich in meiner Tätigkeit als Physiotherapeutin beim Aufklären der Haltung und Bewegung am Arbeitsplatz immer wieder viele Leute die tatsächlich ihren Stehpult nicht zwischendurch nutzen!! In der Medizin ist vieles was heute so ist morgen schon wieder etwas anders, aber das Inaktivität auf Dauer krank macht weiß man schon lange…
    Aktive Grüße 🙂

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    • Liebe Maria
      Ja ich verstehe das auch nicht so richtig, vielleicht liegt es daran, dass es am Anfang erst mal anstrengender ist als das normale Sitzen. Aber das ist ja bei allem Ungewohnten so, welches zur Gewohnheit werden soll!
      Liebe Grüsse
      Katrin

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