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Mein Weg zum Traumgewicht Reloaded

Mein Weg zum Traumgewicht Reloaded

Mitte September ist es zwei Jahre her, seit ich meine Ernährung und damit auch mein Leben komplett auf den Kopf gestellt habe. Nachdem ich mit Heilfasten in meine Ernährungsumstellung eingestiegen bin, habe ich die ersten 15 Monate konsequent Kalorien gezählt und damit viele Pfunde purzeln lassen. Ab heute möchte ich aber mit einer anderen Methode weitermachen, um auch noch die letzten Kilos auf meinem Weg zum Traumgewicht zu verlieren.

Wer meinen Newsletter abonniert hat oder mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich seit Anfang diesen Jahres eine Ausbildung zur Gesamtheitlichen Ernährungsberaterin mache. Seit dieser Ausbildung hat sich meine Sicht auf meine Ernährungsumstellung langsam aber deutlich verändert. Früher war es mir einfach nur wichtig, dass ich abnehme. Klar, ich wollte einigermaßen gesund essen, musste aber nicht jeden Tag konsequent sein. Solange es in meine Kalorienbilanz gepasst hat, konnte ich auch Süßigkeiten oder Junk Food essen. Meistens habe ich mich an das Ernährungskonzept Clean Eating gehalten, ich hab aber immer öfter Ausnahmen gemacht.

Kalorienzählen

Anfangs hatte ich noch Spaß am täglichen Eintragen in meiner Kalorienzählapp, irgendwann hat es mich aber angefangen zu nerven. Das hab ich dadurch gemerkt, dass sich immer mehr Tage in meine Routine eingeschlichen haben, an denen ich keine Kalorien gezählt habe. Wenn ich doch gezählt habe, hab ich nur noch nach Kalorien gegessen und nicht mehr nach meinem Hunger- und Sättigungsgefühl. Früher habe ich mal versucht mit Weight Watchers abzunehmen, da habe ich statt Kalorien Punkte gezählt und schlussendlich in jedem Lebensmittel nur noch Punkte statt den Nährwert gesehen. Das Ergebnis mit dem Kalorienzählen war im Endeffekt das Gleiche. Statt zu sehen, was das jeweilige Lebensmittel für mich und meine Gesundheit tut, habe ich nur noch die Kalorienzahl gesehen.

Das hat sich durch meine Ausbildung von Wochenende zu Wochenende verändert. Zuerst waren es nur Kleinigkeiten, die ich für mich und meinen Alltag mitgenommen habe. Die Devise, dass Kalorienzählen nicht der gesamtheitliche Weg zur gesunden Abnahme ist, habe ich Anfangs nicht so richtig an mich ran gelassen. Für mich hat es schließlich funktioniert und war vor allem im ersten Jahr der absolut richtige Weg für mich. Doch als wir uns am letzten Wochenende um das Thema „Gesund abnehmen“ gekümmert haben, hatte ich so einige Aha-Momente.

Mein größter Aha-Moment

war allerdings der Moment, als mir der Zusammenhang zwischen unserem Säure-Basen-Haushalt im Körper und einer gesunden Abnahme klar wurde. Ein gewisser Säuregehalt an bestimmten Stellen im Körper ist normal und auch wichtig. Wenn unser Körper aber übersäuert ist, kann das einen ganz erheblichen Einfluss auf eine erfolgreiche Abnahme haben. Und vor allem durch eine falsche Ernährung sind viele von uns heute permanent übersäuert. Säurebildende Lebensmittel sind hauptsächlich Fleisch, Milchprodukte, Zucker, Weißmehlprodukte, Junk Food und auch Alkohol. Auch wenn eine falsche Ernährung die Hauptursache für unsere Übersäuerung ist, gibt es doch auch noch andere Faktoren, wie zum Beispiel zu viel Stress oder zu wenig Bewegung, die zu einer Übersäuerung beitragen.

Wie das mit dem Säure-Basen-Haushalt genau funktioniert, werde ich dir in einem meiner nächsten Beiträge erklären. Das würde an dieser Stelle zu weit führen. So viel ist allerdings gesagt, es ist wichtig, dass wir unseren Körper überwiegend mit basenbildenden Lebensmittel ernähren, um eine Übersäuerung zu vermeiden. Dazu gehören vor allem Obst und Gemüse, davon sollten wir jeden Tag reichlich essen.

Und damit schließt sich auch wieder der Kreis, warum mir mittlerweile nicht nur eine Abnahme alleine, sondern stattdessen eine gesunde Abnahme mit der richtigen Ernährung wichtig ist. Ich will meinem Körper Gutes tun und finde es absolut einleuchtend, ihn mit gesunden Lebensmittel reich an Vitaminen und Mineralien zu ernähren. So halte ich nicht nur meinen Körper gesund, sondern nehme dabei automatisch auch noch ab. Denn wenn wir nun doch nochmal die Methode des Kalorienzählens zu Rate ziehen, sollte jedem klar sein, dass wir mit gesunden Lebensmitteln gar nicht zu viele Kalorien essen können. Denn wie viele Kalorien hat schon eine Gurke, Cherry Tomaten oder eine Handvoll Brombeeren? Genau, die Kalorienzahl von gesunden Lebensmitteln ist absolut überschaubar. Außerdem können wir unseren Energieverbrauch gar nicht hundertprozentig und bis ins letzte Detail ausrechnen.

Mein Weg zum Traumgewicht Reloaded

Um das in meinem Alltag umsetzen zu können, werde ich mich ab heute überwiegend von basenbildenen Lebensmitteln ernähren. Bei der basenbildenden Ernährung versucht man sich zu 70 – 80 % von basenbildenen Lebensmitteln zu ernähren, die restlichen 20 – 30 % sind gute säurebildende Lebensmittel wie zum Beispiel Vollkorngetreide, Vollkornreis, Kakaopulver, Nüsse oder Hülsenfrüchte. Ich werde weitgehend auf Fleisch, Fisch und auch Milchprodukte verzichten. Statt Kuhmilch will ich mich in Zukunft durch die pflanzlichen Alternativen wie Kokos-, Mandel- oder Sojamilch probieren und auch meine morgendliche Joghurtbowl wird in Zukunft häufig mit Sojajoghurt zubereitet werden. Aber wie auch bei den Alternativen für Kuhmilch, fehlt mir auch beim Joghurt der Vergleich. Deshalb werde ich das in den kommenden Tagen ausprobieren und schauen, wie mein gemeinsamer Weg mit meiner geliebten Joghurtbowl in Zukunft weitergehen wird. Denn darauf verzichten will ich auf keinen Fall, vielleicht fällt das dann auch unter die 30 % säurebildenden Lebensmittel?!

Um mich langsam auf die Ernährungsumstellung einzustellen, habe ich an diesem Wochenende zwei Entlastungstage eingelegt. Das heißt, ich habe mich nur von Obst und Gemüse ernährt. So konnte ich meinen Zuckerhype wieder durchbrechen und kann heute morgen mit meinem neuen Weg zum Traumgewicht starten. Ich hoffe, dass ich so auf eine gesunde Art und Weise noch einige Pfunde zum Purzeln bringen kann. Meine erste Amtshandlung war heute morgen das Löschen meiner Kalorienzählapp. Irgendwie war das beängstigend, ich habe momentan noch das Gefühl, dass ich die Kontrolle über mein Gewicht abgebe. Aber ich denke das wird sich mit meinen Erfahrungen der nächsten Wochen sicher wieder legen.

6 Kommentare

  1. Wünsche dir viel Spass mit der neuen Ernährung. Ich esse seit 1,5 Jahren pflanzliche Vollwertkost (whole food plant based). Die beste Entscheidung für mein Wohlbefinden. Grüessli, Sybille

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    • Liebe Sybille
      Schön, von dir zu lesen. Bisher macht mir die basenbildene Kost wirklich viel Spaß und ich esse wieder viel mehr Gemüse als vorher.
      Wenn du von der pflanzlichen Vollwertkost schreibt, heißt das, dass du überhaupt keine tierischen Produkte mehr isst, also vegan lebst?
      Liebe Grüße
      Katrin

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  2. Hallo Katrin!
    Ich finde es prima, dass du das Kalorienzählen zur Seite gelegt hast. Dazu habe ich mich für meinen Abnehmweg auch entschieden, da es sich einfach „natürlicher“ anfühlt.
    Ganz sehr interessiert mich wie deine Entlastungstage mit nur Obst und Gemüse aussehen. Ich würde mich riesig freuen, wenn du solch einen Tag mal grob zusammenfassen könntest, d.h. was du gegessen hast.
    Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg beim Abnehmen
    Susi

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    • Liebe Susi
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, ich bin nach wie vor auch sehr froh, dass ich keine Kalorien mehr zähle und mich für einen anderen Weg entschieden haben.
      Gerne gebe ich dir mal eine kurze Übersicht über einen Entlastungstag:
      Frühstück: Meist esse ich morgens nur Obst. Im Moment esse ich am liebsten Pflaumen, Nektarinen oder auch die letzten Beeren des Sommers.
      Mittagessen: An den allermeisten Entlastungstagen gibt es bei mir in der Mittagspause einen frischen und gemischten Salat. Dabei kommt alles in die Schüssel, worauf ich gerade Lust habe. Als leichtes Dressing entscheide ich mich immer für eine Vinaigrette aus Essig und Olivenöl.
      Abendessen: Je nach Jahreszeit koche ich mir hier entweder eine Gemüsesuppe oder einen Gemüsetopf.
      Egal was ich an diesen Tagen esse, ich achte immer darauf, dass ich auf jeden Fall genug bekomme und keinen Hunger habe.
      Ich hoffe, ich konnte dir mit dieser Übersicht ein bisschen helfen.
      Liebe Grüße
      Katrin

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  3. Hallo liebe Katrin,
    das klingt alles ganz spannend was du da erzählst und ich wünsche dir jetzt schon mal viel Glück für deinen Weg!
    Wirst du mal ein wenig genauer über die Vorteile von einer hauptsächlich basischen Ernährung erzählen? Das würde mich nämlich brennend interessieren!
    Vieles von dem passt ja auch zu dem was ich gerade probiere – intuitives Essen.
    Ich hab mich nämlich auch dazu entschieden, dass ich nichts mehr zählen möchte. Vielmehr möchte ich jetzt wieder lernen meinem Körper zu vertrauen und mein Sättigungsgefühl wieder zu entdecken!

    Liebe Grüße

    Kitty

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  4. Liebe Kitty
    Ich werde mich in den nächsten Wochen wieder intensiver mit dem Thema Säure-Basen-Haushalt beschäftigen und denke, dass der eine oder andere Blogbeitrag dabei rauskommt. 🙂
    Wie geht es dir damit keine Kalorien mehr zu zählen? Ich habe grad eine Woche Basenfasten hinter mir und höre wieder auf mein Hungergefühl. Ich bin gespannt, wie lange das anhält.
    Liebe Grüße
    Katrin

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